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Werbung gegen Realität

Nirgendwo klaffen Realität und Fiktion wohl so weit auseinander wie in der Präsentation von Lebensmitteln, wie der vorliegende Band eindrucksvoll beweist: Der Berliner Künstler Samuel Mueller durchstreifte deutsche Supermärkte und kaufte schließlich 110 Fertiggerichte ein – vom Brioche über Fischkonserven, Spaghetti Carbonara und Tiramisu bis hin zu Rinderrouladen mit Kartoffelpüree. Wunderbare Bildpaare sind so entstanden, die je eine ziemliche appetitliche Mahlzeit präsentieren und das, was nach dem Öffnen und Zubereiten davon übrig ist. Aufgegessen hat Samuel Mueller übrigens trotzdem alles … sehr tapfer!

 

WErbung gegen Realität
Samuel Mueller, Eichborn Verlag, Köln, 112 Seiten, Hardcover mit beigelegtem Poster, 14,99 Euro [D], 15,50 Euro [A], 21,90 sFr., ISBN 978-3-8479-0012-2
www.luebbe.de/Eichborn

 

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Don’t Eat the Yellow Snow

Eltern dürfte es selten gefallen, wenn sich ihre Sprößlinge Rock- und Popstars zum Vorbild nehmen. Doch die Welt von Sex, Drugs and Rock ’n’ Roll ist nicht nur verkommen, sie hält auch viele wertvolle Ratschläge bereit. »Don’t eat the yellow snow« ist eine bunte Sammlung von 250 Liedzitaten, die alle populären Musikstile der vergangenen fünfzig Jahre umspannen. Wer Rat und Trost sucht oder seinen Weg im Leben noch nicht gefunden hat, hier wird er fündig. Und nicht vergessen: »don’t cry«, »get up, stand up«, »fight for your right« und »fly away«, denn »it’s hip to be square«.

 

Don’t Eat the Yellow Snow
Marcus Kraft (Hrsg. & Design), BIS Publishers, Amsterdam, Text in Englisch, 518 Seiten, Hardcover, 17,– Euro, ISBN 978-90-6369-288-9

www.bispublishers.nl

 

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Les fins du Monde

Zehn Weltuntergänge stehen uns noch bevor, aber da wir schon 340 überlebt haben, werden wir wohl auch die nächsten Male mit einem blauen Auge davonkommen. Trotz des düsteren Titels verbreitet dieses kleine Büchlein dank valider Statistik viel Optimismus und läßt den Leser gelassen in die Zukunft blicken. Eine hochwertige Verarbeitung, bestechende Haptik  und reduzierte Gestaltung tun ihr Übriges, um »Les Fins du Monde« zu etwas Besonderem zu machen – und zu einem schönen Geschenk. Denn während es fraglich ist, ob am 21. Dezember 2012 viel passiert, steht der Termin am 24. seit vielen Jahren sehr zuverlässig.

 

Les fins du Monde
Kerstin Schimandl, Verlag Hermann Schmidt, Mainz, 720 Seiten, Broschur mit offenem Rücken und sichtbarer Fadenheftung, 25,– Euro, ISBN 978-3-87439-837-4

www.typografie.de

 

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It’s Not Easy Being Green: Two Designers Exploring Sustainability Worldwide

Was können Designer für eine bessere Zukunft tun? Mit dieser Frage im Kopf wurde das »It’s Not Easy Being Green« Projekt von Aart van Bezooyen  und Paula Raché ins Leben gerufen, zwei Designern, die in Deutschland leben und arbeiten. Sie begannen das Projekt 2011, um ein besseres Verständnis für das oft unklare Konzept der Nachhaltigkeit und ihrer Rolle und Wichtigkeit im Design zu bekommen. 184 Tage lang erforschten sie ein dutzend Länder, um nachhaltige Projekte und Lösungen im Bereich Material und Design zu entdecken. Während der Reise gaben sie Vorträge und Workshops, um einen Wissensaustausch anzustoßen und mehr über die lokalen Probleme und Praktiken der Designer vor Ort zu erfahren. Auf ihrem Weg trafen, diskutierten und arbeiteten sie mit lokalen Fachleuten und Studenten in Südamerika, Neuseeland, Australien, Südostasien und Japan.

Das Buch ist die Aufarbeitung dieser sechsmonatigen Reise um die Welt. Es enthält persönliche Erfahrungen, Projektbeispiele und bezieht den kulturellen Kontext ein, um Alternativen für die Zukunft aufzuzeigen.

 

Das Buch hat keinen festen Preis, Spenden kommen Viva con Agua zu Gute, einer gemeinnützigen Organisation, die Menschen in Entwicklungsländern einen Zugang zu sauberem Trinkwasser und sanitärer Grundversorgung ermöglicht

 

ISBN: 978-3-00-039177-4
Autoren: Aart van Bezooyen und Paula Raché
Partner: Viva con Agua de Sankt Pauli e.V.
Seiten: 176 / Fotos: ca. 250 / Format: Taschenbuch
Publikation: 1000 Exemplare (limitierte Auflage), Sprache: Englisch
Mehr Informationen unter: www.itsnoteasybeinggreen.net/book

 

Ins Bild geschlichen

Otto Rehagel sucht Erhellung in der Glaskugel  von Spitzwegs Meisterwerk »Der Alchimist«, Magdalena Neuner versucht sich hingegen pompös gekleidet am Schießstand auf Tissots gleichnamigen Gemälde – man ahnt es schon, es handelt sich um eine neue und durchweg amüsante Auflage von »Ins Bild geschlichen«. Christian Lindner als Trapezkünstler, Sigmar Gabriel und Frank-Walter Steinmeier als Stelzenläufer – Prominente aus Politik, Sport und Kultur werden zu Protagonisten berühmter Werke. Keine neue Idee, aber eine, die immer wieder zum Schmunzeln bringt.

 

Ins Bild geschlichen
Reinhold Löffler, Ulrich Kühne, Elisabeth Sandmann Verlag, München, 144 Seiten, 60 Abbildungen, Broschur, 16,95 Euro [D], 17,50 Euro [A], 24,50 sFr., ISBN 978-3-938045-71-8
www.esverlag.de

 

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High Touch

In Wolle gewickelte Körper, komplex gefaltete Papiergloben, Schlagringe aus Toastbrot oder gewachsene Typografie aus Pflanzen – man kann sich dem Charme dieser Arbeiten nur schwer entziehen. »High Touch« versammelt dreidimensionales Design aus aller Welt und zeigt Werke, die handwerkliches Können und disziplinenübergreifendes Gestalten vereinen. So entsteht eine völlig neue Bildsprache, die  ebenso vielfältig wie faszinierend ist.

 

High Touch
Robert Klanten, Matthias Hübner, Gestalten Verlag, Berlin, 208 Seiten, Hardcover, Text in Englisch, 39,95 Euro, 37,50 £, 58,– $, ISBN 978-3-89955-444-1
www.gestalten.com

 

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Taschenlexikon der Angst

Die Welt ist zwar bisher noch nicht untergegangen, aber bald steht ein ganzes Jahr im Zeichen der 13 – da kann es einem schon mulmig werden. Natürlich gibt es auch viele greifbare Ängste, wie etwa die »Montag-Morgen-Verzweiflung« oder die Angst vor Aktion. Drei Professoren und 45 Studierende aus Berlin und Halle gingen dem Thema auf den Grund und erarbeiteten ein Lexikon, das real existierende und frei erfundene Ängste auflistet und sich visuell mit ihnen auseinandersetzt. So sind 206 Illustrationen von möglichen und unmöglichen Angstgegnern entstanden, die einen Hoffnungsschimmer in Schwarz und Leuchtorange vermitteln und für viel gute Unterhaltung sorgen. Und das Beste: Die Angst, mal wieder kein nettes Weihnachtsgeschenk zu finden, ist dank dieses Buches völlig überflüssig.

 

Taschenlexikon der Angst
Fons Hickmann, Henning Wagenbreth, Georg Barber (Hrsg.), Verlag Hermann Schmidt, Mainz, 84 Seiten, Flexocover, 15,– Euro, ISBN 978-3-87439-842-8

www.typografie.de

 

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