Drei miese, fiese Kerle

Schon allein der Titel verspricht einiges und klingt, zumindest für ein Bilderbuch, recht ungewöhnlich. Auch im Innern geht es unkonventionell weiter, wenn der kleine Konrad, statt mit Häschen zu kuscheln, Jagd auf Ungeheuer und Gespenster macht. Doch auch kleine Kinder werden sich nur ein bißchen gruseln, denn wie Konrad die drei miesen, fiesen Kerle überlistet, ist nicht nur clever, sondern auch ziemlich zum lustig.

Die Geschichte des preisgekrönten Autoren Paul Marr, bekannt durch das SAMS, ist intelligent und humorvoll und macht kleinen Zuhörern ebenso viel Spaß wie großen Vorlesern. Die frechen Illustrationen von Susann Opel-Götz tragen ihren Teil zum Charme des Buches bei und lassen den Betrachter auch beim wiederholten Hinsehen Neues entdecken. 

Die SZ-Reihe »Bilderbücher zum Vorlesen« hätte eine etwas einfallsreichere Covergestaltung verdient gehabt, die »Drei miesen, fiesen Kerle« sollte man sich dennoch nicht entgehen lassen.

 

Drei miese, fiese Kerle

von Paul Maar und Susann Opel-Götz

Süddeutsche Zeitung Junge Bibliothek (www.sz-neueprodukte.de), Hardcover, 32 Seiten, 22 x 28 cm, 9,90 Euro (D), 10,20 Euro (A), ISBN 978-3-86615-863-4

 

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