Axel Bertram. Grafisches Gestalten aus fünf JahrzehntenAxel Bertram dürfte allen Leuten bekannt sein, die Zeitschriften wie »Sibylle« und »Wochenpost« gelesen und dann mal ins Impressum geschaut haben, denn er war lange Zeit der Gestalter dieser Zeitschriften. Er wird denjenigen bekannt sein, die sich nach dem täglichen Gebrauch des berühmten 20-Pfennig-Stücks oder zahlreicher Briefmarken oder dem Sammeln von Münzen für deren Schöpfer interessiert haben. Ich möchte hier für das Buch als Lehrbuch werben, obwohl es das bestimmt nicht werden sollte. Es macht begreiflich, was es heißt, zu entwerfen. Welche Gedanken einem durch den Kopf gehen müssen, was man zusammenträgt an Fakten, an Material, welche Emotionen nötig sind, um unter Umständen am geglaubten Ende des Entwurfsprozesses doch alles wegzuwerfen und neu zu beginnen. Wie das Recherchierte und die eigenen Ideen ineinander greifen, wie man Witz und Humor mit Ernst verbinden kann, wie das große Ganze durch kleine Köstlichkeiten ergänzt wird. Welche Verantwortung man hat als Stilbildner, als Aufklärer, als Ordner, als Stifter von scheinbarer Unordnung und als Kommunikator! So etwas kann man hier erfahren, was man wissen sollte als Gestalter, nämlich, dass man mit seiner Haltung auch in schwere Konflikte geraten kann, dass man natürlich mit Ideologien in Berührung kommt und sich verhalten muss – und nicht nur »damals« in der DDR. Man fühlt beim Lesen und Ansehen wie der Gestalter Bertram vorgegangen ist. Und der Herausgeber schafft es, eine phantastische Wechselbeziehung zwischen Text und Bild, Bild und Text entstehen lassen, es entsteht ein großer Respekt vor der Vielfalt und Qualität dieses Lebenswerks. So gut wie alles, was man als Grafikdesigner machen kann, hat Axel Bertram wohl gemacht – und fast alles in ausgezeichneter Qualität. Noch die Ausrutscher sind aufschlussreich. Man erfährt etwas über Gestaltung von den 1960er Jahre bis heute, über DDR-Gebrauchsgrafik, die man danach vorurteilsfrei kennt, was die Auffassung bestärkt, dass gute Gestaltung unabhängig von Gesellschaftssystemen sichtbar bleibt und man hüben wie drüben viel Geduld und Durchsetzungsfähigkeit brauchte und braucht, um Aufraggeber von der stärkeren Idee, der gewissenhafteren und der besseren Gestaltung zu überzeugen. Und man wird vielleicht entdecken, dass es in dieser Hinsicht keinen Bruch gibt zwischen der Zeit vor und der mit Gestaltungswerkzeug Computer: Bertram musste nicht das bis dahin Erreichte über Bord werfen, sondern er baute darauf auf. Vielseitig sein heißt eben auch, seinen Hintern hochzubekommen und den Rechnerplatz zu verlassen. Gestaltung ist und bleibt Knochenarbeit und Gestalter haben einen der schönsten und vielseitigsten Berufe der Welt. Man wird mit dem Talent zum Gestalter geboren, aber den Rest muss man sich aneignen. Wie das geht, kann man in diesem Buch lernen. Hanka Polkehn
Axel Bertram. Grafisches Gestalten in fünf Jahrzehnten Lehmstedt Verlag, 224 Seiten mit 500 farbigen Abbildungen, 17 x 26 cm, Festeinband, Schutzumschlag, Fadenheftung, ISBN 978-3-942473-38-5
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Licht und FarbeMoritz Zwimpfer war jahrelang Dozent für Farbe und Grafikdesign und befaßt sich in seiner Rolle als Autor mit Phänomenen der visuellen Wahrnehmung. In »Licht und Farbe« beschreibt er nun die physikalischen, physiologischen und psychologischen Faktoren, die die Wahrnehmung von Licht und Farbe ermöglichen und beeinflussen. Der Leser lernt, wie das Auge anatomisch beschaffen ist, wie Licht und Schatten wirken, welche verschiedenen Farberscheinungen es gibt und wie wir Farben unbewußt interpretieren. Was auch immer Sie zu Licht und Farbe wissen möchten, hier wird es gut verständlich vermittelt.
Licht und Farbe
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Numbers in Graphic DesignEigentlich ein alltägliches Thema, um so verwunderlicher, daß sich ihm jetzt erst ein ganzer Band widmet: Zahlen im Grafikdesign. Ob Kalender oder Plakate, Bücher oder Infografik, Leitsysteme oder Uhren, Zahlenreihen oder Daten, in kleinster Schrift oder kalligrafisch umgesetzt – diese wirklich reichhaltige Inspirationsquelle zeigt unzählige Möglichkeiten auf, Zahlen in Szene zu setzen und ihre Funktion bestmöglich zur Geltung zu bringen. Knappe Texte erläutern die Aufgabenstellung und Umsetzung; im Vordergrund stehen jedoch die Abbildungen, die aufs schönste zeigen, wie vielfältig Ziffern grafisch doch sein können …
Numbers in Graphic Design
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High TouchIn Wolle gewickelte Körper, komplex gefaltete Papiergloben, Schlagringe aus Toastbrot oder gewachsene Typografie aus Pflanzen – man kann sich dem Charme dieser Arbeiten nur schwer entziehen. »High Touch« versammelt dreidimensionales Design aus aller Welt und zeigt Werke, die handwerkliches Können und disziplinenübergreifendes Gestalten vereinen. So entsteht eine völlig neue Bildsprache, die ebenso vielfältig wie faszinierend ist.
High Touch
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DESIGN IN QUESTIONAls der Eingangsbereich der renommierten Elisava Escola Superior de Diseño in Barcelona typografisch gestaltet werden sollte, rief Ruedi Baur dazu auf, Fragen zum Design einzureichen. Über hundert Gestalter und Studierende aus aller Welt beteiligten sich daraufhin und ihre Fragen zieren nicht nur die Wände der Hochschule, sie sind nun auch in Buchform erschienen.
DESIGN IN QUESTION
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100 beste Plakate 11 – Deutschland, Österreich, SchweizEinen kleinen Vorgeschmack auf die ausgezeichneten Arbeiten des Traditionswettbewerbs 100 beste Plakate gaben wir Ihnen schon in unserer Juli-Ausgabe. In voller Pracht sehen Sie nun Plakatkunst auf höchstem Niveau im Jahrbuch des Awards – in gewohnt bester Buchgestaltungsqualität aus dem Hause Hermann Schmidt. Marina Gärtner und Lena Haase gestalteten unter der Leitung von Niklaus Troxler (Staatliche Akademie der Bildenden Künste Stuttgart) die schöne Dokumentation, die wieder so manche Inspiration, verpackt im edlen Schuber, bereithält.
Verlag Hermann Schmidt, Mainz, 228 Seiten, 220 Abbildungen, Texte in Deutsch und Englisch, Broschur mit gestanztem Schuber, 34,80 Euro, ISBN 978-3-87439-832-9
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Designraster und SeitenlayoutDieser umfassende Band widmet sich intensiv dem Raster als zentrales Gestaltungselement: Von den Grundstrukturen über Details wie Schrift- und Spaltenbreite, Weißräume und Lesefluß bis hin zur systematischen Organisation von Informationen wird das nötige Elementarwissen erarbeitet, das schließlich zu spannenden, ansprechenden, vor allen Dingen aber funktionierenden Seitenlayouts führt. Die herangezogenen Beispiele aus der Praxis beleuchten dabei verschiedene Medien und Gestaltungselemente wie Illustration, Typografie oder Farbe. Ein lehrreiches Grundlagenbuch also, das keine Fragen offen läßt und deshalb auch in keiner Designbibliothek fehlen sollte.
Designraster und Seitenlayout
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